30. Mai 2016

Auf den roten Punkt gebracht

Es ist das Erkennungszeichen einer jeden Marke: das Logo. Bei Sinalco ist es der unverwechselbare Rotpunkt mit dem weißen Schriftzug und den typischen Blubberbläschen. Wo auch immer ihr diesen Punkt seht, könnt ihr euch sehr sicher sein: Hier wartet die allerleckerste Erfrischung auf euch!

Als Sinalco vor 111 Jahren als erste Softdrinkmarke des europäischen Kontinents entsteht, gibt es den Rotpunkt noch nicht. Damals wirbt Franz Hartmann mit dem Sinalco Schriftzug und einem überschäumenden Sektglas für sein Produkt. In stilisierter Form soll es über Jahrzehnte hinweg das Markenzeichen für den Getränkeklassiker bleiben. Und das mit vollem Erfolg! Denn schon 1906, nur ein Jahr, nachdem Sinalco geboren wird, freut man sich über einen Wahnsinns-Absatz von mehr als 80 Millionen Litern.

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges wird die rasante Erfolgsgeschichte der Marke abrupt unterbrochen. Die Rohstoffe werden knapp, es fehlt an Mitarbeitern. Nach Kriegsende kann das Unternehmen – zum Glück! – gerettet werden. Anschließend tüftelt man an möglichen Logos – solange bis schließlich DIE Idee geboren wird:

Sinalco bringt leckeren Geschmack auf den Punkt.

Der rote Kreis mit dem schrägen Sinalco Schriftzug soll die Marke ab Mitte der 30er Jahre begleiten und charakterisieren. Im Laufe der Jahre durchlebt das Logo nur wenig Veränderung: Der Kelch verschwindet, die Blubberbläschen kommen. Heute kennt fast jeder den Rotpunkt und weiß, mit welchem Versprechen er verbunden ist: Die Sinalco schmeckt.




27. Mai 2016

Aus Bilz-Brause wird Sinalco | Gewinnspiel

Nachdem Franz Hartmann und Friedrich Eduard Bilz die Bilz-Brause erfunden haben – die ganze Geschichte dazu könnt ihr hier nachlesen – entsteht ein riesen Run auf die erste Limonade des europäischen Kontinents. Man sagt der Bilz-Brause sogar Heilkräfte nach: „Für Magen-, Rheumatismus- und Lungenleidende sehr zu empfehlen“, heißt es auf den Etiketten. Was aus heutiger Sicht natürlich übertrieben ist, funktioniert hervorragend in einer Zeit, in der man auf Gesundheit bedacht ist und dem Alkohol den Rücken kehrt.

Der Erfolg ist überwältigend: 1902 werden 3 Millionen Liter produziert, ein Jahr später 7 Millionen Liter und zwei Jahre später stolze 25 Millionen Liter. Allein in der Hauptstadt Berlin verkauft man im Sommer 1904 täglich mehr als 60.000 Flaschen.

Franz Hartmann hat den Dreh raus und weiß genau, wie gutes Marketing funktioniert. Doch je erfolgreicher er wird, umso mehr Schwierigkeiten gilt es zu lösen: Neben geschäftlichen Unstimmigkeiten mit Bilz schießen die Nachahmer wie Pilze aus dem Boden und bringen Kopien seines Produktes in Hülle und Fülle auf den Markt. Großer Handlungsbedarf für den Geschäftsmann, der – mal wieder – eine zündende Idee hat:

Ein neuer Markenname muss her! Unverwechselbar muss er sein, eingängig und natürlich schützbar. Ein großer Wettbewerb, bei dem alle Fans der neuen Limonade Namen vorschlagen können, soll im Jahr 1905 helfen. Und tatsächlich: Der passende Name ist dabei. Die Bilz-Brause heißt ab sofort „Sinalco“. „Sinalco“ setzt sich aus den lateinischen Wörtern „sine“ und „alcohole“ zusammen und bedeutet „ohne Alkohol“. Der Gewinner des Wettbewerbs bekommt 100 Goldmark als Belohnung.

Die Marke wird umgehend geschützt und von der Sinalco AG in Detmold in alle Welt exportiert. In den 30er Jahren kommt die Sinalco Kola (damals noch mit „K“) hinzu und die Marke erhält ihr typisches Markenzeichen. Doch dazu mehr im nächsten Blogpost …



Für alle von euch, die unserer Markengeschichte bis hierher gefolgt sind, haben wir ein kleines Gewinnspiel vorbereitet: Wer findet raus, wie viel 100 Goldmark heute in Euro wert wären? Schreibt eure Antworten in die Kommentare und vergesst dabei bitte nicht eure E-Mail-Adresse, damit wir euch im Gewinnfall erreichen können. Unter allen richtigen Antworten verlosen wir 3 Sinalco Überraschungspakete! Viel Glück J  


Mit eurer Teilnahme bestätigt ihr die Teilnahmebedingungen.

Zwei Männer, eine gute Idee

Wusstet ihr schon, dass Sinalco die allererste Limonade des europäischen Kontinents ist? Und dass sie damals, vor 111 Jahren, die totale geschmackliche Innovation war? Nicht? Dann kommt mit uns auf eine kleine Zeitreise ins frühe 20. Jahrhundert, in dem die Erfolgsgeschichte von Sinalco beginnt …

Der Kaufmann Franz Hartmann aus Lage, das liegt im Lippischen, hat die Idee, ein neuartiges, ganz besonderes fruchtiges Getränk auf den Markt zu bringen. Er ist vom Fach, denn seine Familie stellt bereits erfolgreich Essenzen für Liköre und Branntwein her. Doch die Idee allein reicht nicht – er braucht einen fähigen Geschäftspartner an seiner Seite. Sofort denkt er an Friedrich Eduard Bilz, der neben Schroth und Kneipp der wohl bekannteste Verfechter der Gesundheitsbewegung der damaligen Zeit ist. Bilz hat bereits eine erfolgreiche Zeitschrift, den „Bilz Gesundheitsrat“, sowie das weltweit bekannte Buch „Das neueste Naturheilverfahren“ herausgebracht. Der richtige Mann für Hartmann!
Nach ein wenig Schriftverkehr reist er kurzerhand im Sommer 1900 nach Radebeul bei Dresden, um dem Naturheilkundler sein Rezept für einen Limetten-Extrakt vorzustellen, der seiner Meinung nach die ideale Basis für ein Getränk ist, das den Forderungen nach gesunder Ernährung entspricht.

Ein guter Zeitpunkt, denn nach der herrschenden Trunksucht im ausgehenden 19. Jahrhundert liegen alkoholfreie Getränke jetzt und in Zukunft besonders hoch im Kurs. Zuvor war der Alkohol in weiten Kreisen als allgemeines Nahrungsmittel angesehen worden. Arbeitgeber gaben sogar alkoholische Getränke als Verpflegung aus, damit die Arbeiter die harten Bedingungen besser ertragen konnten und wieder zu Kräften kamen.

Aber jetzt sind die Menschen empfänglich für alkoholfreie Alternativen. Und natürlich hat auch der bekannte Naturheilkundler längst erkannt, wie wichtig alkoholfreies Trinken für die Gesundheit und das Wohlbefinden ist. Deshalb ist Bilz begeistert von Hartmanns Idee!

Gemeinsam tüfteln die Männer an der perfekten Fruchtkombination. Das Ergebnis: Die „Bilz-Seele“, ein Konzentrat aus besten Früchten. Damit ist der Grundstein gelegt. Auch auf das Geschäftliche einigen die beiden sich schnell: Für eine fünfprozentige Provision gibt Bilz seinen Namen, Hartmann hingegen kümmert sich von Detmold aus um die Suche nach Getränkeherstellern, die nach genauen Vorgaben und unter Zugabe von Wasser, Kristallzucker und Kohlensäure ein leckeres Getränk aus dem Konzentrat mischen: Die Bilz-Brause entsteht!

Rasant entwickelt sie sich zu einem sensationellen Verkaufsschlager, der sich sehen schmecken lassen kann. Doch warum die Bilz-Brause dringend einen neuen Namen braucht, erfahrt ihr im nächsten Blogpost … J



25. Mai 2016

Hätt’ste lieber Sinalco getrunken

Damals, bevor Sinalco erfunden wird, stehen alkoholische Getränke in der Gesellschaft und vor allem bei den Arbeitern ganz hoch im Kurs. Schließlich ist Alkohol das älteste bekannte Genussmittel der Welt: Schon um 8000 v. Chr. soll im Vorderen Orient Bier gebraut worden sein, während Wein hingegen um 4000 v. Chr. im alten Ägypten angebaut und konsumiert wird.

In der Antike trinkt man Weinschorle – wer Wein pur trinkt, hat schnell seinen Ruf als Säufer weg. Als völlig normal wird regelmäßiger Alkoholkonsum im Mittelalter angesehen: In Deutschland ist sogar bis weit in die Neuzeit hinein – auch für Kinder – eine Biersuppe zum Frühstück gang und gäbe. (Uns schüttelt es regelrecht bei dem Gedanken – euch auch?) Bei den für die damalige Zeit so typischen Gelagen unter Männern gilt es außerdem als Zeichen von Schwäche, zu wenig intus zu haben. Ob Adel, Bauern oder Handwerker: Wer beim Kampftrinken nicht mithalten kann, hat sich schnell selbst ins soziale Abseits geschossen.

Nachdem im 16. Jahrhundert Vereinigungen gegründet werden, die versuchen, Mäßigkeit beim Trinken zu propagieren, wird im 18. Jahrhundert der Branntwein so richtig populär: Er vereint viele „Vorteile“, ist er doch billiger als Bier und Wein, macht Hungergefühle zunichte und wärmt im Winter. Die „Branntweinpest“ bricht aus, der sich vor allem bei den unteren Schichten ausbreitende, extreme Konsum des hochprozentigen Getränks. Man unterscheidet in dieser Zeit zwischen „gutem“ und „schlechtem“ Alkohol, dabei gelten Branntwein und Gin als „Gesöff des Pöbels“. Vor allem für die Arbeiter dienen Schnäpse, Branntwein und Co. als vermeintliche Hilfe, um die harten Bedingungen in den Fabriken ertragen zu können. Ein Trugschluss, denn im betrunkenen Zustand ist die Arbeit nicht mehr zu bewältigen. Arbeitsunfälle und Entlassungen lassen nicht lange auf sich warten.
 
Augen auf – nicht nur bei der Wahl der Getränke!
Sinalco greift das gesellschaftliche Alkohol-Thema zur damaligen Zeit in der Werbung auf. 
Erst im 19. Jahrhundert erscheinen Veröffentlichungen zum Thema Alkoholismus. Bis dato wird der übermäßige Konsum von Alkohol nicht mit Krankheit in Verbindung gebracht. Die Abstinenzbewegung gewinnt endlich an Bedeutung und Einfluss. Außerdem wird die Branntweinsteuer 1887 deutlich erhöht, was den Konsum schlagartig sinken lässt. Es findet ein Wandel statt, Alkohol als der böse Geist verschwindet aus den Köpfen der Gesellschaft, aus einem Alltagsgetränk wird ein gelegentliches Genussmittel. Die (positive) Folge: Es müssen leckere, alkoholfreie Alternativen her!

Gut, dass es den Kaufmann Franz Hartmann gibt. Denn er hat die Idee, ein besonders leckeres, besonders fruchtiges Getränk zu entwickeln: SINALCO!

Ihr seid gespannt, wie es weitergeht? Dann bleibt dran, die Fortsetzung folgt bald …


Handlich, nostalgisch, lecker!

Sie sind zu viert, schmiegen sich eng aneinander und bringen den wahren Sinalco Kult mit! Einige unser 0,33-L-Glasflaschen haben sich schick gemacht und sind nur für kurze Zeit in limitierten Retro-Editionen erhältlich. Unsere coolen Retro-Packs gibt es anlässlich unseres großen Marken-Jubiläums jetzt beim Getränkehändler deines Vertrauens.

Vier Sinalco Sorten laden zur Erfrischung ein: unser Klassiker Sinalco Orange, Sinalco Cola, Sinalco Cola Mix und – ganz neu in der stylischen Glasflasche – unsere herb-fruchtige Sinalco Zitres.

Gekrönt werden die Sinalco Retro-Packs mit vier Werbemotiven aus 111 Jahren Sinalco Geschichte. Greif zu, erfrisch dich und mach einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit – mit Sinalco.