30. März 2016

Geschmack in Serie

Sinalco gibt´s seit 1905 – kein Wunder, dass das Limonaden-Original auch dann und wann eine Statistenrolle in Film und Fernsehen einnimmt. In der Comedy-Serie „Scrubs – die Anfänger“ scheint aber einer der deutschen Übersetzer großer Sinalco Fan zu sein. Während Dr. Elliot Reid (Sarah Chalke) im O-Ton von einer hierzulande wenig bekannten US-Limo erzählt, plappert sie in der deutschen Version in Windeseile die Entstehungsgeschichte von Sinalco runter. 

Auf gewohnt ungeschickte Weise versucht sie so ihrer Freundin Carla in Folge 15 der sechsten Staffel der Erfolgsserie zu sagen, dass man sich manchmal einfach verabschieden muss: Sinalco musste sich von ihrem ursprünglichen Namen „Bilz“ verabschieden und Elliot musste als Kind einer Schulfreundin „Good Bye“ sagen, die im Test geschrieben hatte, dass Sinalco schon immer Sinalco hieß. Sie fiel durch und wurde anschließend auf eine andere Schule geschickt. Tragisch!
Nun, soweit wir wissen, wird die Sinalco Historie in Schul-Tests nicht wirklich abgefragt. Doch es ist schon schmeichelhaft, wenn eine so kompetente Ärztin wie Dr. Elliot Reid ziemlich gut Bescheid weiß über die Marke, die früher mal anders hieß.





27. März 2016

Macht Schwiegermütter glücklich: Kikeriki!

Er war einer DER Cocktails in den 70ern: Kikeriki. Auch bekannt als „Schwiegermutters Glück“. Warum er (nicht nur) Schwiegermütter glücklich macht(e), wird klar, wenn wir euch die Zutaten verraten. Der Kikeriki besteht nämlich aus 2/3 leckerer Sinalco Orange –  die allein macht schon verdammt glücklich! ;-) – und 1/3 Eierlikör. On top noch ein Sahnehäubchen, fertig!

Damals und heute: köstlich!

Klingt eigenartig? Ist es aber nicht! Einige unserer älteren Kolleginnen schwärmen noch heute von diesem Drink, der es durchaus in sich hat. Wir wurden neugierig und … pssssst … haben den Kikeriki neulich selbst probiert – natüüüürlich nach Dienstschluss, nicht dass ihr noch ein falsches Bild von uns bekommt. Wenn man Eierlikör mag: Yummie!

Kennt ihr Kikeriki? Schon mal probiert? Wir sind gespannt und wünschen euch allen frohe Ostern!




24. März 2016

Drogerie oder Kunst


Willi Rieser verbrachte in den 30er- und 40er-Jahren seine frühe Kindheit meist zwischen den Regalen der elterlichen Drogerie. Eines Tages fiel ihm ein Händlermagazin über Farben in die Hände, das er später als sein eigentliches Studium der Malerei bezeichnet. Für den kleinen Willi stand ab diesem Zeitpunkt fest: Ich werde Künstler! Doch seine Eltern verhängten zu Hause ein strenges Malverbot, denn ihr Sohn beschränkte seine Zeichenübungen nicht aufs Papier, sondern pinselte mit Nagellack, Lippenstift und Stiften Wände, Fensterscheiben und kostbare Bücher voll. Nach seinem Abschluss an einer Klosterschule beginnt Willi Rieser den Eltern zuliebe eine Drogistenlehre in St. Gallen, die er aber nach zwei Jahren erfolglos abbricht, um sich in Zürich der Kunst zuzuwenden. Von nun an ging es mit der Karriere des Freigeistes steil bergauf: Er erhielt Aufträge von großen Verlagen, entwarf bombastische Dekorationen für Events und arbeitete für renommierte Werbeagenturen. 1971 kreierte Rieser dieses Plakat für Sinalco:


 
 Grafisch und einfach, zugleich aber poppig und verführerisch – in den frühen 70ern war dieses Werk ein echter Hingucker. Und gerade heute in Zeiten von Photoshop und Co. sagen wir: „Danke Willi Rieser, für dieses außergewöhnliche Kunstwerk.“


22. März 2016

Sinalco umme Ecke

Schon gewusst? 2016 feiern wir nicht nur 111 Jahre Sinalco, sondern ganz offiziell auch das Jahr der Trinkhalle. Da machen wir natürlich gerne mit und haben im Archiv nach alten Aufnahmen von Trinkhallen gewühlt. Die ersten „Buden“ standen übrigens in Persien, Indien und im osmanischen Reich. Seit dem 19. Jahrhundert verbreitete sich der Mythos Trinkhalle dann auch in Europa und gehörte besonders im Ruhrgebiet fest zum Stadtbild. Kinder kauften sich hier Bonbons oder eine leckere Sinalco in der Glasflasche, Erwachsene holten sich Zeitschriften und – ganz wichtig – den neusten Tratsch und Klatsch.

Noch heute ist das „kleine Büdchen umme Ecke“ Anlaufstelle für Nachbarn, die Lust auf einen kurzen Schwatz und ein kühles Getränk haben. Rund 15.000 Trinkhalle existieren schätzungsweise im Ruhrgebiet. Doch sie alle müssen sich dem harten Wettbewerb gegen anonyme Lebensmittelketten stellen. Das sogenannte Kiosk-Sterben hat zur Folge, dass Sinalco leider heutzutage nicht mehr an jeder Ecke erhältlich ist. Wer sich nach dem Geschmack seiner Kindheit zurücksehnt oder einfach mal schnell eine wirklich leckere Limonade trinken will, muss sich manchmal also auf die Suche machen und wird (meistens) in größeren Supermärkten schnell fündig.

Aber denk dran: Ein persönliches Gespräch und aufmunternde Worte gibt es dort meistens leider, leider nicht. Liebe Trinkhallen-Besitzer, Ihr macht einen tollen Job! Lasst euch nicht unterkriegen.

Wir trinken jetzt jedenfalls eine kühle Sinalco auf alle Buden im Ruhrgebiet. Prost!






18. März 2016

Die Bulli-Retter

Vor rund zehn Jahren lernten Jan und Daniel sich bei einem Auslandssemester in Mexiko kennen und merkten schnell, dass sie eine Gemeinsamkeit hatten: Beide stehen auf VW Bullis!

Dass viele dieser Autos mit dem gewissen Etwas weltweit in Garagen herumstehen anstatt auf der Straße gefahren zu werden, fanden die beiden Ex-Kommilitonen so schade, dass sie sich viele Jahre nach ihrem Kennenlernen für ein gemeinsames Bulli-Projekt zusammentaten: Gut erhaltene VW Bullis sollten restauriert, importiert und vor allem wieder gefahren werden.

Bei ihrem Pilot-Projekt fanden sie nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten und etlichen Enttäuschungen endlich den perfekten Bulli bei einer Bauernfamilie in São Paulo. Daniel, der damals in Brasilien lebte, begutachtete mit einem erfahrenen Restaurator insgesamt zwanzig Fahrzeuge, aber DIESER Bulli sollte es sein!

Mehr als ein Fahrzeug: ein Bulli mit Geschichte

Sieben Monate lang reparierte, schraubte und lackierte ein kleines Profi-Team in einer Werkstatt in São Paulo bis Jans und Daniels hohe Ansprüche erfüllt waren. Doch trotzdem blieb ein Hauch von Unsicherheit bei den beiden Bulli-Freunden: Hat sich all die Mühe und der große finanzielle Vorschuss gelohnt? Wird sich in Deutschland ein geeigneter Käufer für ihren Bulli finden?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen im Kopf begaben sich Jan und Daniel an die nächste Hürde ihres Projekts. Der Bulli, der nun im neuen Glanz erstrahlte, war bereit für seine lange Reise nach Deutschland. Doch das erwies sich als schwieriger als gedacht ...


 
 


Endlich fertig: Daniel freut sich über den Bulli, der bald die Straßen in Deutschland unsicher machen soll.



16. März 2016

Der Typ


Kennt ihr das? Ihr gebt immer euer Bestes, seid charmant und spritzig, schenkt jedem ein Lächeln ... und trotzdem werdet ihr manchmal einfach nicht so sehr beachtet wie ihr es euch wünscht. Immer gibt es diese eine Person, die die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht und ihr steht bedröppelt daneben. Nun, wenn ihr das schon einmal erlebt habt, macht euch nichts draus! Denn es gibt da jemanden, dem ist es über viele, viele Jahre so ergangen. Wir nennen ihn: der Typ! Der Typ ist das männliche Gegenstück zur beliebten und damals bekannten Sinalco Kola-Puppe Rita. Rita feierte in den 70er Jahren eine Riesenparty mit allen Sinalco Fans. Auf jeder Fete, bei jedem Festival und auf allen Konzerten war die aufblasbare Schönheit am Start. Zunächst konnte man sie für ein paar Mark direkt bei Sinalco kaufen. Nachdem sie reißenden Absatz fand, wurde sie später in einer groß angelegten Marketingaktion verschenkt, so dass fast jeder Hippie im Besitz einer Rita war.


Aber was viele nicht wissen: Rita war nicht allein! Irgendwann tauchte er auf, dieser kernige Kerl mit dunklem Schnäuzer. Besonders die weibliche Zielgruppe sollte ihm verfallen und der Kola-Konsum der jungen Frauen so angekurbelt werden. Leider blieb ihm der Ruhm aber verwehrt. Seine rothaarige Gefährtin Rita stahl ihm komplett die Show. Alle wollten Rita. Niemand wollte den Typen! Vielleicht war er zu machohaft mit seiner Sinalco Kola im Gürtel oder zu sportlich mit seinen muskulösen Oberarmen. Aus welchem Grund auch immer – Der Typ blieb stets der Sidekick der flippigen Rita. Noch nicht einmal für einen Namen hat es gereicht. Selbst in alten Werbe-Archiv-Unterlagen wird nur von „Rita und dem Typen“ geschrieben.

Unsere Meinung: Das hat der Typ nicht verdient! 




Über 40 Jahre nach seinem großen Auftritt im Schatten von Rita soll der Typ endlich einen Namen bekommen. Helft mit! Wie soll der aufgeblasene Typ mit Schnauzbart heißen? Tippt eure Namens-Vorschläge einfach ins Kommentar-Feld.